Enhancement und Vulnerabilität. Die Befragung von Kindern mit Prothesen aus dem 3D Drucker

Im Rahmen des am 17. und 18. April 2018 stattfindenden Symposiums „Digitale Selbstvermessung zwischen Empowerment und neuen Barrieren“ werde ich den Vortrag „Enhancement und Vulnerabilität. Die Befragung von Kindern mit Prothesen aus dem 3D-Drucker“ halten.

Der gesellschaftliche Trend zur Überwindung der “Natur des Menschen” zeichnet sich insbesondere durch neue technologische Möglichkeiten der Selbstmodifikation und Leistungssteigerung des Selbst aus. Zumeist durch die sogenannten Human Enhancement Technologies hervorgerufen und ermöglicht, treten Praktiken der Körpermodifikation gleichzeitig als Enabler, als ermöglichende Technologien für vulnerable Personengruppen außerhalb einer über die “Normalmaße” hinausgehende Verbesserungskultur auf. Dabei prägen kulturelle Praktiken und gesellschaftliche Umstände das Verständnis von (Gesundheits-)Technik und Körper und wirken auf die Dynamiken von gegenwärtigen und (nicht)medizinischen Körpermodifikationspraktiken zurück. Deshalb ist ein verstärkter interdisziplinärer und internationaler Blick auf Technologien des Selbst wichtig.

Der Beitrag “Enhancement und Vulnerabilität. Die Befragung von Kindern mit Prothesen aus dem 3D-Drucker” diskutiert geeignete Zugänge und Methoden zur Befragung vulnerabler Gruppen, um potentielle sozio-technische Entwicklungen im Rahmen einer interdisziplinären Methode zu untersuchen. Dies geschieht anhand des am Orient-Institut Istanbul durchgeführten Projekts „Additive Manufacturing: Enabling-Technologien in der Kindheit“, dass sich mit dem Technikentwicklungsprozess der 3D gedruckten Prothese „Robotel“ (türkisch für Roboterhand) für vulnerable Kinder aus technik- und körpersoziologischer Perspektive beschäftigt. Im Mittelpunkt des Forschungsinteresses steht u.a. die Frage danach, welchen Einfluss Kinder und ihre Körper selbst auf den Technikentwicklungsprozess – unter Einbezug kultureller und sozialer Gegebenheiten – haben. (Gesundheits-)Technik und Körper werden so unter besonderer Berücksichtigung der Vulnerabilität des/der Techniknutzers bzw. –nutzerin, der/die gleichzeitig Technikkonstrukteur/in ist, in den Blick genommen.

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