3 Visiting Fellowships on Innovation and Innovation Society (TU-Berlin)

The Graduate School “Innovation Society Today” at the Technische Universität Berlin, Germany, is pleased to advertise 3 visiting fellowships. The fellowships are available for a period of three months, either from April to June 2017 or October to December 2017. The deadline for applications and letters of recommendation is January 30th, 2017. Please submit all documents to the following email address: jobs@innovation.tu-berlin.de. More information about the fellowships and the graduate school can be found in the attachment or on our website: http://www.innovation.tu-berlin.de (click on the flag at the top of the page for an English version).

Cyborgs, Klone und Mutanten? – Interview mit Melike Şahinol über aktuelle Transformationsprozesse in der Medizin

Sehr gerne habe ich Gesche Schifferdecker ein Interview zum Thema “Optimizing the Body: From Health Protection to Genetic Embryo Modification” im Rahmen der Veranstaltung “WeberWorldCafé” gegeben.

Hier ein Ausschnitt:

Wenn ich Diskussionen über mögliche Optimierungen des Menschen (Reproduktionsmedizin, Schönheitsoperationen, Manipulation des menschlichen Erbguts) folge, bin ich beunruhigt. Werden die Menschen der Zukunft alle Cyborgs sein?

Foto: Linus Bohman on Flickr (CC BY 2.0)

Cyborgs sind Donna Haraway zufolge Verflechtungen von natürlichen und materiellen Elementen und spiegeln sich in Subjekten wieder. Sie sind kybernetische Organismen – also Hybridkonstellationen aus Organismus und einer kybernetischen Apparatur. Wenn wir uns die moderne Medizin anschauen, kann man sagen, dass sie voller Cyborgs ist, die aus Verkopplungen von Organismus und Maschinen bestehen, die beide „programmierbar“ erscheinen. Das bedeutet also, dass in der Medizinforschung die Grenzen von Natur und Kultur in der Figuration der Cyborg/des Cyborg zusammenfallen. Dies ist den Gedanken der Wissenschaftlerin folgend auch durchaus erwartbar, denn nach Haraway ist die Trennung von Natur und Kultur nicht natürlich, sondern wird „künstlich“ erzeugt. Ich selbst verstehe, wie Haraway, die Unterscheidung zwischen Natur und Kultur beim Cyborg-Konzept als ein kulturelles Produkt. Insofern kommt dem Anteil der Kultur an der Differenzierung eine besondere Bedeutung zu, denn die Kultur konstituiert die Unterscheidung überhaupt erst. Das heißt aber nicht, dass die Unterscheidung obsolet wäre. Es heißt vielmehr, dass diese nicht naturgegeben und vor allem asymmetrisch ist. Wenn Mensch und Maschine sich in der „Mensch-Maschine-Symbiose“ zum techno-zerebralen Subjekt als eine Form von Cyborgs konstituieren – so wie ich es in meiner Dissertation gezeigt habe – dann ist damit nicht gemeint, dass Organisches und Anorganisches irreversibel miteinander zu einem neuen Wesen verschmolzen sind. Damit meines Erachtens  etwas oder jemand als Cyborg verstanden werden kann, muss ihre oder seine Steuerung und Regulierung in einem programmierbaren zirkulären Prozess erfolgen, in dem Organisches und Anorganisches zusammenwirken. Dies ist mein Verständnis von Cyborgs. Wenn Handlungen eine Vermischung des Biologischen und Technischen zugrunde liegt, dann kann man auch von einem/einer handelnden Cyborg sprechen. Und dies ist bereits in Anwendungen der Neurowissenschaften der Fall (man denke z. B. an die Behandlungen mit Hilfe von Neurofeedback).”

Hier gelangt man zum vollständigen Interview.

 

Doğayı Yeniden Şekillendirmek, İnsan Hayatı Geliştirmek mi? Tıp, Bilim ve Teknoloji Hayatımızı Nasıl Biçimlendirir

Vortragsreihe / Lecture Series / Konferans Serisi
Orient-Institut Istanbul 2016/2017
Verantwortliche / Academic Coordinator / Sorumlu: Dr. Melike Şahinol

Doğayı Yeniden Şekillendirmek, İnsan Hayatı Geliştirmek mi? Tıp, Bilim ve Teknoloji Hayatımızı Nasıl Biçimlendirir

Tıp, bilim ve teknolojideki yakın zamanlı gelişmeler daha önce görülmemiş bir insan “optimizasyonu” sağladı. Konferans serimiz bu gelişmelerin sonuçlarının disiplinler ve kültürler arası tartışmasına adanmıştır. Vücut modifikasyonundaki bilimsel gelişmeler, insanlık ve hayatın doğası kavramlarını algılayışı nasıl değiştirir? İnsan biyolojisine bilimsel ve teknik müdahalelerin kültürel ve sosyal sonuçları nelerdir? İnsanların biyolojik doğasına yapılan bu müdahaleler ve böylelikle gelen değişiklikler, yaşamda bir iyileşmeye yol açar mı? Konferanslar boyunca bu ve benzeri sorulara cevap aranacaktır.

Bu konferans serisi ile Orient-Institut Istanbul, Alman ve Türk bilim insanları arasında bu konularda bilimsel bir diyalog başlamasını amaçlayarak, yeni araştırma alanı “İnsan, Tıp ve Toplum”u sunar.

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Das techno-zerebrale Subjekt. Zur Symbiose von Mensch und Maschine in den Neurowissenschaften

Melike Şahinol

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Abgeleitet aus einer Analyse neurowissenschaftlicher Praktiken und Techniken der Anpassung von Mensch/Gehirn und Maschine/Computer zeichnet Melike Sahinol die Entstehung »techno-zerebraler Subjekte« nach: Anhand von Interviews mit renommierten Neurowissenschaftler_innen und Darstellungen neurowissenschaftlich-klinischer Anwendungsprojekte, die mit Hilfe von Brain Machine Interfaces (BMI) an der Heilung von Schlaganfall- und ALS-Patient_innen arbeiten, zeigt sie, wie die wechselseitige Anpassung von Patient_in und Maschine zur bio-technischen Gestalt des Cyborg führt und Patient_innen als Subjekte konstituiert werden, die einer cerebro-zentristischen Vorstellung entsprechen.

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17.-18.06.2016 “Upgrades der Natur, künftige Körper: Interdisziplinäre und internationale Perspektiven”

Unsere Tagung “Upgrades der Natur, künftige Körper: Interdisziplinäre und internationale Perspektiven” findet vom 17.-18.06.2016 am Orient-Institut Istanbul statt – mit einer Besonderheit: Für den Samstagnachmittag ist eine BIO·FICTION Filmvorführung mit anschließender Diskussion geplant. Hier ein Blick auf unser  Tagungsprogramm.